Mondholz-Mythos oder Wahrheit?

Mondholz-Erklärung

Einer der wichtigsten Rohstoffe, den wir verwenden, ist Holz. Holz ist ein beliebtes Material im Bauwesen, für den Innenausbau, für Möbel und viele andere Dinge. Holz lässt sich sehr gut verarbeiten, ist nicht schädlich für die Umwelt und der Geruch, der von unbehandeltem Holz ausgeht, ist unbezahlbar. Es hat sehr viele gute Eigenschaften, allerdings auch einige Nachteile gegenüber Metall oder Beton. Es ist brennbar, es kann durch Feuchtigkeit schnell schimmeln oder verrotten und es bietet Schädlingen eine Angriffsfläche.

Allerdings gibt es eine bestimmte Holzart, die diese Nachteile nicht besitzt und deshalb das perfekte Holz für Bau, Möbel und für den Bereich Hobby und Freizeit ist – das Mondholz.


Was genau ist Mondholz eigentlich?

Mondholz ist keine neue, hippe Holzsorte, sondern ganz normales Holz unter anderem von Buchen, Eichen und Kiefern. Es ist die Art wie und wann das Holz gewonnen wird, die aus normalen Holz etwas ganz spezielles macht. Es wird unter Berücksichtigung des Mondkalenders gewonnen. Dieses Holz gilt als besonders Widerstandsfähig und verfügt über eine extrem hohe Qualität.


Wie wird das Holz gewonnen?

Gefällt wird der Baum nach dem forstwirtschaftlichen Mondkalender. In der Regel wird entweder im Winter, meist um die Weihnachtsfeiertage herum oder im März gefällt. Dazu wird der Zeitpunkt des abnehmenden Mondes, optimalerweise kurz vor Neumond gewählt.


Der Ablauf der Holzgewinnung

Der Ablauf beim Fällen ist ebenfalls unterschiedlich. Hier kommen alte, forstwirtschaftliche Überlieferungen ins Spiel. Für hochwertiges Holz muss ein Baum langsam auf kargen Boden wachsen. Es sollen alte Bäume sein, die Ruhe und Zeit für ihr Wachstum hatten. Geschlagen werden die Bäume während der sogenannten Saftruhe, also im Winter, wenn die Natur „ruht“. Beim Fällen wird darauf geachtet, dass der Baum mit dem Wipfel bergab zu liegen kommt.

Nun bleibt der Baum für mindestens acht Wochen bis hin zum Frühjahr unberührt, die Äste werden nicht entfernt. Der schon gefällte Baum leitet nun alle Säfte aus dem Stamm in die Äste, um noch einmal Früchte auszubilden. Werden die Äste dann entfernt, ist der Stamm schon sehr gut getrocknet. Danach werden die Stämme aufgeschnitten und nochmals bis zu zwei Jahre gelagert. Erst dann werden sie weiter verarbeitet.

Die sehr gute Qualität des Mondholzes ist eventuell durch eben diese besondere Auswahl und Behandlung der Bäume erklärbar.


Die Eigenschaften von Mondholz

Mondholz wird viele verschiedene Eigenschaften zugesprochen. So soll es fast immun gegen Schädlingsbefall und Fäulnis sein.
Ebenso wird dem Mondholz nachgesagt, es sei trockener, witterungsbeständiger und schwindarm. Risse bei der Trocknung sollen auch nicht auftreten. Es soll laut Aussagen auch nicht leicht brennen.

Tatsächlich wird von alten Kaminen in Bauernhäusern berichtet, die komplett nur mit Mondholz ausgekleidet wurden. Die Oberfläche des Mondholzes sei zwar schwarz verkohlt, es brenne aber nicht.
Andere Berichte erzählen, dass Weihnachtsbäume, die als Mondholz gefällt wurden, erst sehr viel später anfangen zu Nadeln und viel länger frisch bleiben, als herkömmliche Weihnachtsbäume.

An den ganzen Berichten und Mythen rund um das Mondholz muss jedoch ein Fünkchen Wahrheit sein, denn Mondholz ist nach wie vor sehr beliebt und Interessenten zahlen beim Kauf bis zu 30 % mehr, um gutes Holz zu erhalten.


Rund um das Mondholz

Die Mythen um das Holz reichen zurück bis zu den Kelten. Das gesammelte Wissen, welches auf genaue Beobachtungen der Natur basiert, wurde von Generation zu Generation weiter gegeben.
Dass der Mond Einfluss auf die Natur hat, ist hinreichend bekannt und auch erwiesen, man nehme als Beispiel Ebbe und Flut.
So entstand der forstwirtschaftliche Mondkalender, an den sich immer noch speziell in den süddeutschen Regionen und in Österreich bei der Holzgewinnung gehalten wird.
Wissenschaftlich konnte Wirksamkeit dieser Art der Holzgewinnung nicht bestätigt, allerdings auch nicht bestritten werden.

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