Sonnenfinsternis-Wie entsteht sie?

So entsteht eine Sonnenfinsternis

Wenn sich der Mond vor die Sonne schiebt und sich dabei der Himmel verdunkelt, sprechen wir von einer Sonnenfinsternis. Dieses Ereignis, das auch als Eklipse bezeichnet wird, aus dem Altgriechischen für Überlagerung oder Verdeckung fasziniert die Menschheit bereits seit vielen Tausend Jahren. Früher galt das Himmelsschauspiel als ein mystischer Akt der Götter. Dagegen wissen wir heute genau, was bei diesem Spektakel passiert und können die Vorgänge beschreiben.


Was ist eine totale Sonnenfinsternis und wie entsteht sie?

Von einer Sonnenfinsternis sprechen wir, wenn der Mond in einer Linie zwischen der Sonne und der Erde steht. Bei diesem Schauspiel wird die Sonne komplett vom Mond verdeckt. Die Eklipse kann nur bei Neumond erfolgen. Voraussetzung ist außerdem, dass sich Sonne, Mond und Erde genau auf einer Linie befinden.

Falls Sie bereits eine Eklipse beobachtet haben, wissen Sie bestimmt, dass es selbst mitten an einem hellen Tag plötzlich für einige Minuten komplett dunkel werden kann. Dann sind am Himmel lediglich die Sterne zu erblicken. Die Sonnenfinsternis kann in der Regel lediglich von bestimmten Kontinenten aus beobachtet werden. Denn der Streifen der Erdoberfläche, von wo aus das Naturereignis erlebbar ist, beträgt lediglich maximal 200 bis 300 Kilometer.

Wer das Glück hat, sich gerade auf dem betreffenden Gebiet auf der Erde aufzuhalten, kann die totale Eklipse beobachten. Der Bereich, indem das Ereignis stattfindet, liegt in der Regel dort, wo der Kernschatten des Mondes auf die Erde trifft. Falls Sie sich während einer Sonnenfinsternis gerade im Halbschatten des Mondes aufhalten, können Sie jedoch eine sogenannte partielle Eklipse mitverfolgen. Dabei wird lediglich ein Teil der Sonne durch den Mond verdunkelt.


Welche Arten der Sonnenfinsternis gibt es und wie sind sie abzugrenzen?

Bei einer Sonnenfinsternis gibt es unterschiedliche Arten, die voneinander abgegrenzt werden müssen:

– Totale Sonnenfinsternis:

Der Mond schiebt sich vor die Sonne, wobei diese nicht mehr zu sehen ist. Dabei wird es mitten am Tag so finster wie in einer dunklen Nacht. Allerdings dauert das Ereignis lediglich einige Minuten. Menschen, die sich das Spektakel ansehen, können in den meisten Fällen während der Finsternis den Sternenhimmel beobachten. Die totale Eklipse wird lediglich im Schatten des Mondes, der auf die Erde trifft sichtbar. Dieser erstreckt sich in der Regel über einige Tausend Kilometer und ist einige Hundert Kilometer breit.

– Partielle Sonnenfinsternis:

Dieses Ereignis muss von der totalen Eklipse abgegrenzt werden. Der Mond verdeckt die Sonne dabei nur teilweise. Bei einer partiellen Sonnenfinsternis halten Sie sich in einem Gebiet auf, das im Halbschatten des Mondes liegt. Die Sonne wird bei diesem Ereignis lediglich teilweise verdeckt.

– Ringförmige Sonnenfinsternis:

Der Mond schiebt sich wie bei einer totalen Eklipse vor die Sonne. Wegen der großen Entfernung kann er sie jedoch nicht total verdecken. Bei dieser Sensation kann die Sonnenkorona untersucht werden, die sich als feuriger Ring um den Mond zeigt.

– Hybride Eklipse:

Dieses Ereignis wird auch als ringförmige totale Finsternis bezeichnet. Da der Kernschatten des Mondes nicht bis zur Erdoberfläche reicht, wird lediglich für einen kurzen Zeitraum von einer oder zwei Minuten eine totale Sonnenfinsternis erreicht. Im restlichen Zeitraum wird die ringförmige Korona der Sonne hinter dem Mond sichtbar. Der Rest bleibt dunkel. Einige Bereiche der Erde fallen in den Teilschatten


Wann geschieht die nächste totale Sonnenfinsternis in Europa?

Grundsätzlich kommt es jedes Jahr mindestens zu zwei Ereignissen dieser Art. Jedoch fällt der Mondschatten lediglich auf einen kleinen Teil der Erde. Daher können nur kleine Erdareale verdunkelt werden. An bestimmten Orten können daher einige Jahre vergehen, bevor sich eine Eklipse ereignet.

Die letzte totale Sonnenfinsternis, die wir in Europa erlebt haben, fand im Jahr 2015 statt. Jedoch konnte diese von Deutschland aus nicht vollständig beobachtet werden, da sich der Mond von hier aus gesehen lediglich zu einem Teil vor die Sonne schob.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird in den nächsten Jahren keine Eklipse beobachtbar sein. Erst am 3. September 2081 soll das Ereignis wieder von Europa aus zu sehen sein. Dabei werden die Bewohner der Bodenseeregion das Spektakel vollends genießen können, da die Sonne von dort aus gesehen zu einhundert Prozent verdeckt sein wird. Wer in Rostock lebt, kann die Finsternis zu 80 Prozent mitverfolgen.

Danach wird es 54 Jahre lang dauern, bis sich der Himmel über Europa während eines hellen Tages verdunkelt. Auch in Deutschland wird diese totale Eklipse am 7. Oktober 2135 zu beobachten sein.

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