Mondphasen

Die Mondphasen – ein Rätsel der Natur

Wer bei Vollmond nicht schlafen kann, ist meist bei Neumond permanent müde. Rund 10% der Bevölkerung der Erde leiden gravierend unter Mondfühligkeit, was mit Schlafentzug, Nervosität, Gereizheit oder ausgelassen guter Laune einher gehen kann. Alles verursacht durch die Phasen des Mondes, die gewissenhaft in sogenannten Mondkalendern nachgelesen werden können. Dort sind Hinweise zu finden, wann die beste Mondphase ist, um Obststräucher oder die Fingernägel zu schneiden, Blumen zu pflanzen oder hartnäckige Flecken aus der Lieblingsbluse zu waschen.


Der Weg des Mondes um die Erde

Zum rund 29,5 Tage dauernden Mondzyklus gehören Neumond und Vollmond, erstes sowie drittes Quartal. Dazwischen liegen die vier Phasen.

Neumond tritt auf, wenn der Mond zwischen Erde und Sonne steht. Liegen alle drei auf einer Linie, ist die Sonnenseite des Mondes von der Erde abgewandt. Beim Vollmond sind die Erde, der Mond und die Sonne ähnlich ausgerichtet wie bei Neumond Allerdings befindet ich der Mond auf der gegenüberliegenden Seite der Erde, sodass der gesamte sonnenbeschienene Teil des Mondes uns zugewandt ist.

Die Monde des ersten Viertels und des dritten Viertels, die als Halbmonde bezeichnet werden, treten auf, wenn sich der Mond in einem Winkel von 90 Grad zur Erde und zur Sonne befindet. Dann sehen wir genau die Hälfte der Sonnen- und der Nachtseite des Mondes. Die Konstellationen zwischen Voll-, Neu- und den beiden Halbmonden werden als Mondphasen bezeichnet. Darüber hinaus werden Terminologien wie abnehmender und zunehmender Mond, Halbmond und Gibbous verwendet, wobei letzteres den mehr als 50% erhellten Mond beschreibt.


Die Bezeichnung der Mondphasen

Nach dem Neumond nimmt der sonnenbeschienene Anteil zu, sodass er sichelförmig sichtbar ist. Nach dem ersten Quartal nimmt der sonnenbeschienene Anteil weiter zu, aber jetzt ist er mehr als halb beleuchtet, was als gibbous beschrieben wird. Nach dem Vollmond, also der maximalen Ausleuchtung der Mondoberfläche, nimmt das Licht kontinuierlich ab. Als nächstes tritt die abnehmende gibbose Mondphase auf. Nach dem dritten Quartal folgt der abnehmende Halbmond, der schwindet, bis vom Mond kein Sonnenlicht mehr reflektiert wird – die Geburt eines neuen Mondes.


Die Umlaufbahn des Mondes

Die Zeit die der Mond benötigt, um sich zu derselben Position zu bewegen, wird als Synodenperiode oder Mondfinsternis bezeichnet und beträgt im Durchschnitt 29,5305882 Tage. Abweichungen von +/- 0,27 Tage sind aufgrund des unterschiedlichen Abstands zwischen Erde und Mond möglich. Wird der Mond von außerhalb unseres Sonnensystems betrachtet, beträgt die benötigte Zeit nur 27,3217 Tage, also ungefähr zwei Tage weniger. Diese Differenz wird als Sternzeit oder Umlaufzeit bezeichnet.


Warum unterscheidet sich die Synodenperiode von der Sternzeit?

Die kurze Antwort ist, dass wir auf der Erde den Mond von einer sich bewegenden Plattform aus betrachten: Während des Mondzyklus hat sich die Erde ungefähr einen Monat lang auf ihrer ganzjährigen Umlaufbahn um die Sonne bewegt, dabei unseren Blickwinkel zum Mond verändert und so die Mondphasen verschoben. Durch die Umlaufrichtung der Erde verlängert sich deshalb die Zeitspanne für eine Beobachtung der Mondphasen.

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